Westpeloponnes: Ausflüge in Zacharo, Olympia und Schildkröten in Kaiafa

Säulen im antiken Olympia auf dem Westpeloponnes
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Während unseres Familienurlaubs in Griechenland haben wir die Halbinsel Peloponnes erkundet. In diesem ersten Teil des Reiseberichts nehmen wir euch mit auf den Westpeloponnes und zeigen euch Zacharo, Olympia, Schildkröten und was man alles in der Umgebung unternehmen kann. Kommt mit zum Sehnsuchtsziel Westpeloponnes.

Rundreise über den Peloponnes

Drei Wochen waren wir auf der griechischen Halbinsel mit dem Mietwagen unterwegs. Hier* könnt ihr direkt mal nach dem Preis für einen Mietwagen schauen. Die Reise fand im Juni statt und unser Kind war während der Reise 2,5 Jahre alt. Dieses ist der erste Teil des Reiseberichts unserer Peloponnes Rundreise. Start unserer Rundreise ist Zacharo.

Vom Flughafen in Athen bis nach Zacharo auf den Westpeloponnes waren es gut 260 Kilometer. Die Strecke führte uns größtenteils über die Autobahn und nur die letzten 50 Kilometer waren Landstraße. Insgesamt waren wir ca. 3 Stunden unterwegs, bis wir endlich in unserer Unterkunft ankamen.

Ausblick aus dem Hinterland zur Küste des Westpeloponnes
Ausblick aus dem Hinterland zur Küste.
Schöner Ausblick aufs Hinterland des Westpeloponnes
Und der Blick zur Seite.

Übernachten in Zacharo

Evelyns House in Zacharo

Die ersten drei Nächte verbrachten wir in Evelyns House* in Zacharo. Der Name „Haus“ ist allerdings etwas irreführen, denn eigentlich handelt es sich um ein paar kleine Reihenhäuser auf Evelyns Grundstück.

Unser Zimmer oder Apartment war für vier Personen ausgelegt mit einem Doppelbett und einem Hochbett. Es gab ein kleines Badezimmer und eine Kochzeile. Wie oftmals in Griechenland war diese Küche etwas spärlich ausgestattet. Das bedeutet, meist gibt es nur zwei Kochplatten, dementsprechend auch nur einen oder zwei Töpfe und eine Pfanne. Besteck und Geschirr ist für vier Personen vorhanden. Das kann man aber auch positiv sehen, denn so sammelt sich kein schmutziges Geschirr in der Spüle an. Draußen gab es noch eine kleine Frühstücksterrasse für uns.

Unser Apartment war sauber und einfach, aber wir waren zufrieden. Denn was drinnen fehlte, machte das Außengelände wieder weg. Neben einem Spielplatz und einem großen Pool gab es einen großen Garten, der voll stand mit Mandarinen-, Orangen- und Zitronenbäumen. Der Duft und die leckeren Früchte stimmten uns direkt auf Griechenland ein.

Das Beste aber war, dass die netten Besitzer uns jeden Morgen frisch gepressten Mandarinen-Orangensaft und Eier von den eigenen Hühnern brachten. Unser Sohn fand in dem Sohn der Besitzer auch direkt einen Spielkameraden und zusammen erkundeten sie den Garten.

Garten von Evelyns House Zacharo auf dem Westpeloponnes
Direkt vor der Terrasse war ein großer Garten mit vielen Fruchtbäumen.
Pool von Evelyns House Zacharo Westpeloponnes
Der Spielplatz befindet sich hinter dem Pool.
Aktuelle Preise, freie Kapazitäten sowie Buchungsmöglichkeiten für das empfehlenswerte Evelyns House in Zacharo auf dem Westpeloponnes könnt ihr hier nachschauen ➚ Evelyns House*. Weitere Übernachtungsmöglichkeiten in Zacharo findet ihr hier*.

Der kleine Ort Zacharo auf dem Westpeloponnes

Evelyns House liegt nur einige hundert Meter vom breiten Strand in Zacharo entfernt. Das Wasser war etwas wild, aber der Strand war wunderschön und es waren sehr wenige Leute am Meer. Auch sonst gibt es viele ruhige Strände in der Gegend um Zacharo, die zum Baden einladen. Die gesamte Gegend ist nicht sehr touristisch und schon gar nicht überlaufen, ein Punkt, der uns immer sehr gefällt.

Der kleine Ort Zacharo ist ansonsten relativ reizarm, dafür hat er schöne Strände. Es gibt einige Geschäfte und Tavernen, die streng ihre Mittagszeiten von ca. 13-17 Uhr einhielten. Am ersten Tag kamen wir hungrig an und suchten verzweifelt eine Möglichkeit etwas zu essen. Zu diesem Zeitpunkt – kurz nach dem Start unserer Griechlandreise – hatten wir die Mittagspause noch nicht verinnerlicht, so dass wir erstmal hungrig durch die Straßen liefen.

Irgendwann hatten wir genug und fuhren Richtung Süden und da fanden wir dann die besten Souvlaki unserer gesamten Reise. Am Ortsende stand auf der rechten Seite die „Kantina“ eine Art altmodischer Foodtruck. Dort bestellten wir einfach irgendwas zu essen und bekamen Souvlaki, Pommes, Zaziki, alles garniert mit gut schmeckenden Zwiebeln, frischen Tomaten und Meersalz. Es war mega lecker und sehr günstig, ca. 8 Euro für drei Personen. Abgerechnet wird nach Gewicht. Gegessen wurde auf Barhockern am Straßenrand. Rustikal, aber so gut, dass wir noch einmal dort aßen.

Süßigkeiten in Zacharo auf dem Westpeloponnes
Nach dem Essen in der Kantina gönnten wir uns ein paar süße Teilchen in Zacharo.

Antikes Olympia in Griechenland

Was trieb uns denn nun nach Zacharo? Ganz einfach, wir suchten eine schöne Unterkunft in der Nähe vom Meer, von der wir es nicht weit bis zum antiken Olympia hatten. Wenn wir schon mal in der Gegend waren, wollten wir uns die historischen Stätten natürlich anschauen. Also ging es am nächsten Tag von Zacharo ins etwa 20 Kilometer entfernte Olympia in Griechneland.

Aussicht vom Staudamm auf dem Weg nach Olympia auf dem Westpeloponnes
Die Aussicht vom Staudamm Fragma Alfios auf dem Weg nach Olympia.
Olympia Peloponnes Fluss Staudamm auf dem Westpeloponnes
Und hier der Blick auf den Staudamm und den Fluss Alfios.

Olympia liegt im Nordwesten des Peloponnes und knapp 60 Kilometer von Zacharo entfernt. Die Fahrt ist kurzweilig und führt durchs schöne Hinterland. Vor Ort in Olympia gibt es wenige Parkplätze, aber wenn man früh genug dort ist, kann man ziemlich genau am Eingang parken. Dann geht es nur noch einen kleinen Hügel bergab und schon steht man an der Kasse. Unser Eintritt betrug 12 Euro für die Ausgrabungen des olympischen Dorfes und das neue Museum.

Ihr wollt Olympia auf eine besondere Art erleben?
Wie wär es mit einer selbst geführten Virtual Reality Tour? Hier taucht ihr mit einer 3D/VR-Brille in die Geschichte des antiken Olympias ein. Die unterhaltsame Tour dauert etwa 2 Stunden. Hier findet ihr Einzelheiten und könnt Tickets buchen: ➚ Selbstgeführte Virtual Reality Tour durch Olympia*. Achtung, Eintrittspreis ist im Preis noch nicht enthalten. Vorteil: Sofortige Bestätigung, stornierbar & per Ausdruck oder mobil nutzbar!

Der Weg vom Parkplatz bis zum Eingang ist etwa 300 bis 450 Meter. Dann startete unser Abenteuer Olympia. Direkt am Eingang kann man die aktuellen Ausgrabungen bewundern. Denn auch wenn die Ausgrabungen 1875 gestartet sind, beendet sind sie bisher nicht. Es gibt noch eine Menge auszubuddeln. Das älteste Objekt dort ist der Zeus-Tempel aus dem 5. Jahrhundert vor Christi. Hier findet ihr ein paar Impressionen aus der Stätte:

Danach ging es für uns noch rüber ins neue Museum. Dieses ist wirklich sehr modern, aber auch irgendwie steril. Vielleicht soll dieser Unterschied von uralter Geschichte und hochmoderner Architektur den Reiz ausmachen, wir wissen es nicht, aber uns packte es nicht wirklich.

Museum von Olympia
Das Museum bei den olympischen Stätten auf dem Peloponnes
Museum bei den olympischen Stätten auf dem Peloponnes
Unser Sohn schaut sich die Ausstellung an.

Das Problem hatten wir aber auch mit der gesamten antiken Stätte. Ja, es ist eine uralte Gegend, in der etwas ganz Großes und Wichtiges entstanden ist. Und ja, das ist schon eine anheimelnde Idee, wenn man darüber nachdenkt, während man dort umher läuft. Aber ansonsten?

Wir mögen Kulturbanausen sein, oder einfach zu verwöhnt von anderen wichtigen Stätten wie Angkor, aber für uns standen dort einfach unfassbar viele Steine. Hier und dort ließ sich der Umriss eines Gebäudes entdecken, das Tor zum olympischen Stadion steht sogar noch, aber ansonsten waren es einfach gestapelte und gelagerte Steine. Wir wollten uns begeistern lassen, wir wollten ergriffen sein und wir wollten den olympischen Geist spüren, aber wir fanden es letztlich einfach nur fad und waren enttäuscht.

Banner Griechenland

Würden wir euch Olympia trotzdem empfehlen?

Kommt drauf an. Wer einfach mal da gewesen sein will, sowieso in der Ecke ist, wer allgemein Interesse an archäologischen Ausgrabungen hat, für den ist Olympia gewiss sehr spannend. Hinzu kommt, dass der Eintrittspreis auch nicht zu hoch ist, so dass man sich das ruhig leisten kann. Aber wenn ihr irgendwelche schönen Gebäude, Bilder oder Statuen auf dem Gelände erwartet, werdet ihr enttäuscht sein. Solltet ihr mit Kindern reisen, überlegt euch genau, ob eure Kinder „olympiatauglich“ sind. Denn natürlich sollten sie nirgends hochklettern und auch das Essen ist überall verboten, wie wir feststellen mussten. Wir hatten zwar keine Verbotsschilder wahrgenommen (und eigentlich achten wir sehr darauf) und saßen auf einer Bank, um ein Brot zu essen. Einmal abgebissen, und schon stand ein Angestellter neben uns und schimpfte, dass Essen verboten sei. Nach einiger Diskussion durfte unser damals 2-jähriger Sohn in seinem Buggy weiteressen, zum Glück, denn ein hungriges Kind schaut sich ungern antike Stätten an. Wir schätzen, dass so verhindert werden soll, dass Müll umherfliegt, aber trotzdem war das vehemente Auftreten schon erschreckend bösartig und sorgte nicht gerade dafür, dass wir uns wohler fühlten.

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Wilde Schildkröten bei den Heilbädern von Kaiafa

Nach dem Olympia-Reinfall fanden wir aber doch noch unser persönliches Highlight auf dem Westpeloponnes, denn nur 6 km nördlich von Zacharo sind die Heilbäder von Kaiafa.

Zuerst fuhren wir aber zum alten Kurhaus von Kaiafa, welches auf einer kleinen Insel im See von Kaiafa liegt. Es ist verlassen und wird nur noch hier und da ein wenig gepflegt. Irgendwie hat es etwas von einem dieser Lost Places, die langsam verfallen und keine Beachtung bekommen. Aber der Spaziergang einmal ums Gelände war sehr schön.

Kaiafa Fluss mit Schildkröten am Heilbad auf dem Westpeloponnes
Ein Blick aufs alte Kurhaus.

Danach fuhren wir weiter nördlich und bogen den nächsten Weg rechts ab, der hinter dem See entlang führt. Dort kommt nach etwa 1,5 Kilometern das heutige Heilbad von Kaiafa, bei google maps ist es mit „Loutra“ gekennzeichnet. Hier kann man im Thermalwasser baden und es sich gut gehen lassen. Das war aber nicht der Grund für unseren Ausflug dorthin. Unser Ziel lag genau gegenüber von dem Heilbad an dem Parkstreifen. Der See ist aufgrund seines speziellen Wassers übrigens wirklich so extrem blau, wie er auf dem Bild wirkt.

Kaiafa Fluss mit Schildkröten am Heilbad auf dem Westpeloponnes
Der Ausblick vom neuen Kurhaus auf das alte in der Mitte des Sees.

Dort führt ein kleiner schwefelhaltiger Fluss entlang, der, bis auf den Geruch, zuerst nicht interessant wirkt. Aber sobald man anfängt dort etwas Brot hinein zu werfen, tauchen wie aus dem Nichts überall kleine, schwimmende Schildkröten auf, die sich auf das Brot stürzen. Dies ist überaus süß anzusehen und wir verbrachten dort einige Zeit mit der Beobachtung der Schildkröten. Für uns eine klare Empfehlung, die nicht nur Kindern Spaß macht.

Nächstes Ziel: der Süd-West-Zipfel der Peloponnes

Nach drei Nächten ging es für uns weiter, 110 Kilometer südlich, nach Finikounda. Dort erwarteten uns sehr viele Sehenswürdigkeiten und atemberaubende Landschaften. Aber dazu findet ihr im Artikel „Finikounda, Methoni und traumhafte Peloponnes Strände in Griechenland“ mehr.

Übrigens: Mit diesem Artikel nehmen wir an der Blogparade von Spaness zum Thema Roadtrips teil! Dort findet ihr noch viele weitere interessante Rundreisen mit dem Auto.

Weitere Tipps für den Westpeloponnes

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Unsere Meinung zur Westpeloponnes

Auch wenn uns Olympia weniger begeistert hat als andere Ausgrabungsstätten auf der Peloponnes, so haben wir uns doch total in diese Region verliebt. Es ist eine wunderschöne Ecke, mit tollen Stränden und mit vielen Sehenswürdigkeiten.

Daher träumen wir uns immer gern dahin zurück und haben Fernweh, wenn wir daran denken. Das ist auch der Grund, weshalb wir mit diesem Artikel an der Blogparade „Fernweh nach“ von unterwegsmitkind teilnehmen und sagen: Wir wollen wieder nach Griechenland auf die Peloponnes! Schaut mal bei der Blogparade rein, da sind noch viele weitere Artikel zu finden, die vom Fernweh und vom Reisen erzählen. Und wir planen derweil tatsächlich an unserem nächsten Peloponnes-Trip. Je nachdem was Corona erlaubt, geht es hoffentlich in diesem Jahr wieder dorthin. Und dann entdecken wir noch mehr faszinierende Orte, tauchen ein in die Natur, genießen das klare Wasser und essen uns quer durch die Tavernen der Halbinsel. Wo genau unsere Reise uns hinführt, wissen wir noch nicht, aber meine google-maps-Karte, wo ich tolle Sehenswürdigkeiten markiere, ist voll mit Flaggen. Langweilig wird es auf jeden Fall nicht.

Offenlegung Affiliatewerbung: Suchmasken und * Links zu Partnerprogrammen. Bei einer Buchung über diese Links, gibt es für uns eine kleine Provision. Für euch hingegen bleibt der Preis selbstverständlich unverändert. Dieser Artikel erschien am 8.August 2017 und wurde zuletzt am 8.November 2020 aktualisiert.

4 Kommentare

  1. Total spannend… Griechenland steht auch aktuell ganz oben bei uns auf der Reiseliste.
    Mich persönlich würde Olympia übrigens schon interessieren. Aber ihr habt da vollkommen Recht, mit Kind ist das immer eine Herausforderung… 😉 Obwohl unser Kind extremsten auf Steine (in allen Facetten) steht. 😉
    Werde jetzt mal lesen, wie eure Reise weitergegangen ist.

    Viele Grüße
    Tanja

    • Hi Tanja,

      wir hatten uns auch mächtig auf Olympia gefreut, aber irgendwie sprang der Funke nicht über. Aber das Gefühl mal da gewesen zu sein, ist schon toll.

      VG; Nina

  2. ich war letztes Jahr mit drei Freundinnen auf dem Peloponnes unterwegs – von Ausgrabungsstätte zu Ausgrabungsstätte. Korinth, Akrokorinth, Mykene, Epidauros, Sparta, Mystras, Olymp und Delphi.
    Also, ich hatte kein Problem, ergriffen zu sein. Ich fand es großartig! Delphi war schon das Highlight… einfach atemberaubend!

    Euch hätte Mystras vielleicht besser gefallen – da steht noch mehr. Ist aber auch nicht so alt.
    Hab dazu auch gebloggt, falls es euch interessiert.

    • Hi Ilona,

      danke für den Tipp. Wir werden bei der nächsten Griechenland-Reise auch weiter antike Ruinen anschauen, vielleicht gefallen uns andere besser 😉 In Deinen Blog schauen wir gern mal rein.

      VG, Nina

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