Koroni: Malerischer Fischerort mit Burg, Kloster und Altstadt in Griechenland

Blick auf Klosteranlage
Blick auf die Klosteranlage
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Koroni, ein kleiner Fischerort im Süden des Westpeloponnes, bietet Besuchern Aussichten, die direkt aus dem Bilderbuch entsprungen zu sein scheinen. Und wer sich bisher nicht sicher war, ob sich ein Besuch des Peloponnes lohnt, den wird dieser Bericht überzeugen, denn schöner geht es wirklich kaum – so wie viele besuchte Orte auf unserer Peloponnes Rundreise.

Anreise nach Koroni

Wer von Deutschland aus direkt nach Koroni möchte, fliegt am besten nach Kalamata (von Hamburg über London) oder alternativ einen Direktflug von Deutschland nach Athen und nimmt von dort einen Mietwagen. Hier könnt ihr nach den besten Flugverbindungen* schauen. Alternativ könnt ihr es so machen wie wir und eine Rundreise über die griechische Halbinsel Peloponnes machen. Hierfür sind wir nach Athen geflogen und von dort in etwa 2,5 Stunden mit dem Mietwagen angereist. Alle Einzelheiten dazu erzählen wir im ersten Reisebericht dem Start der Rundreise „Westpeloponnes„.

Koroni in Griechenland

Koroni liegt im Süden, am letzten Finger der griechischen Halbinsel Peloponnes. Unseren Koroni-Besuch haben wir von Finikounda aus gestartet. Von hier fuhren wir etwa 20 Minuten über eine schöne Straße durch das Hinterland von der Region Messenien. Diese Fahrt lohnte sich bereits, denn die Landschaft ist traumhaft. Pinienwälder, Ölbäume, Oleander, riesige Geranien und uralte Olivenbäume fesseln den Blick und lassen eine tolle idyllische Stimmung aufkommen. Der Fischerort Koroni hat etwa 1.700 Einwohner und liegt an einem Berg.

Sehenswürdigkeiten in Koroni

Hoch oben auf dem Berg thront eine alte, venezianische Burg aus dem Jahre 1209. Seit 1918 wird die Anlage als Kloster genutzt. Irgendwie ist Koroni etwas zweigeteilt. Es gibt die nördliche Seite der Burg und die südliche. Im Norden gibt es eine schöne Altstadt mit vielen Geschäften, Tavernen und Lokalen direkt am Meer. Von hier aus könnt ihr beim Essen den Blick in die Ferne streifen lassen und den Booten im Hafen zuschauen. Am Ende der Promenade befindet sich ein großer Spielplatz, auf dem sich Kinder austoben können.

Südlich der Burg gibt es den 3 Kilometer langen Zaga-Strand. Hotelburgen sucht man hier vergeblich, ein paar Häuser befinden sich hier und dort, aber insgesamt wirkt der Strand unberührt und wunderschön. Das Wasser ist so klar, dass man von ganz oben direkt bis auf den Grund schauen kann. Der Sand ist weich und das Wasser wird nur langsam tiefer. Also perfekt für eine Reise mit Kindern.

Blick auf den Zaga Strand bei Koroni
Blick auf den Strand von Zága.
Ausblick vom Friedhof übers Meer in Koroni
Von der Klippe aus hat man einen Blick ins glasklare Wasser.

Die Kirche St. Eleistria in Koroni

Da wir uns unschlüssig waren, wo wir starten sollten, fuhren wir zuerst zur Kirche St. Eleistria. Sie liegt ein Stück südlich unter der Burg und ist mit der Anlage durch eine Treppe verbunden. Parken könnt ihr auf dem kleinen Parkplatz neben der Einfahrt zur Kirche. Von dort geht es etwa 200 Meter die Auffahrt entlang. Links und rechts säumten Lorbeerbäumen den Weg, ein paar Katzen streunten herum und sogar der Priester begegnete uns.

St. Eleistria ist eine kleine Kirche, die heute noch genutzt wird. Sie ist sehr hübsch, allerdings war für uns die Lage das Besondere an diesem Ort. Der Blick vom Vorplatz der Kirche geht über den Zaga-Strand. Mehrere Bänke laden zum Verweilen ein und die Stimmung ist sehr friedvoll.

Das Kloster von Koroni

Wir gingen kurz darauf die Treppe hinauf, die die Kirche mit der Burg verbindet. Oben angekommen steht man am Rand der großen Burganlage. Hier befinden sich eine weitere Kapelle und ein kleiner Friedhof. Der Weg führt weiter zum Eingang des Klosters. Ein Schild weist darauf hin, dass alle angemessenen gekleidet sein sollten, wenn sie ihren Weg fortsetzen möchten. Mann und Kind waren wie immer tadellos gekleidet, aber Damen sollten einen langen Rock tragen, also nutzte ich einen der Wickelröcke, die dort zum Verleihen bereitlagen.

Kirche und Friedhof beim Kloster von Koroni
Oben gibt es eine weitere Kirche mit einem Friedhof. Beides wird heute noch genutzt.

Die Anlage vom Kloster in Koroni selbst ist toll und sehr weitläufig. Ein paar Nonnen saßen am Rand und machten Handarbeiten. Sie freuten sich über unseren Besuch und besonders über unseren Sohn. Die Damen erzählten eine Menge, allerdings sprachen sie nur griechisch, aber die Herzlichkeit kam auch so gut rüber.

Wir besuchten erst eine weitere kleine Kirche auf dem Klostergelände und erkundeten anschließend das restliche Gebiet. Hier schien die Zeit stehen geblieben zu sein. Kleinste Wohnhäuser, ein prächtiger Garten mit Gemüse, Obst- und Olivenbäumen, Nutztiere und herumstreunende Katzen, die sich durch unseren Besuch nicht aus der Ruhe bringen ließen. Hier oben auf der Burganlage gibt es auch einen Turm, den man besuchen kann – von hier aus gibt es fantastische Rundumsichten über Koroni und die Küste der Peloponnes. Viel mehr Idylle geht nicht, aber lasst euch einfach durch unsere Bilder verzaubern:

 

Unser Hinweis
Das Kloster von Koroni ist für jedermann frei zugänglich und der Eintritt ist kostenlos. Beim Besuch solltet ihr beachten, dass es eine Mittagszeit von 13-17 Uhr gibt und das Kloster in dieser Zeit geschlossen ist.

Altstadt und Hafen in Koroni

Nachdem wir einige Zeit im Kloster verbracht hatten, gingen wir zurück zum Auto und fuhren hinunter an den Hafen von Koroni. Theoretisch kann man auch zu Fuß hinunterlaufen, aber wir befürchteten, dass abends die Durchgänge geschlossen sein könnten und nutzten daher lieber das Auto. Die Straßen hinunter ins Dorf sind teilweise sehr, sehr schmal und wenn einem ein Auto entgegenkommt, ist eine sehr langsame, ruhige Fahrweise gefragt, um aneinander vorbeizukommen.

Banner Griechenland

Am Anfang der Uferstraße befindet sich eine große Schule. Abends wird der Schulhof zum Parkplatz umfunktioniert, äußerst praktisch, denn ansonsten ist der Platz zum Parken knapp bemessen in Koroni. Vom Schulparkplatz aus liefen wir einige Zeit durch die kleinen Gassen, nutzen den schönen Spielplatz und genossen bei einem Crèpes die Aussicht aufs Meer und den Sonnenuntergang hinter den Bergen.

Als die Sonne untergegangen war, fuhren wir zurück in unser Tsokas Hotel* in Finikounda.

Fazit zum Ausflug nach Koroni

Ein weiterer toller Tag in dieser wunderschönen Ecke Griechenland ging zu Ende, und unsere Reise sollte uns weiterführen in den Süden des Ostpeloponnes in die Nähe von Tolo und Syrakus. Was uns dort erwartete und ob das bisher Gesehene noch getoppt werden konnte, erfahrt ihr in unserem nächsten Reisebericht „Tolo und Kandia auf dem Ostpeloponnes: Die touristische Seite der Halbinsel„.

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Dieser Artikel wurde am 31.August 2017 veröffentlicht und zuletzt am 4.Dezember 2020 aktualisiert.

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